Tresse Einnähen

Jede Perücke besteht aus Tressen, die übereinander auf die Montur genäht sind. Sind euch die Haare zu dünn und der Abstand zwischen den Tressen zu größ, näht ihr euch extra Tressen auf oder zwischen den vorhandenen Tressen fest. Das müsst ihr per Hand machen, entweder mit einer normalen Nähnadel oder einer gebogenen Nadel. Benutzt ein normales, reißfestes Nähgarn.

Falls es keine farblich passenden Tressen zu eurer Perücke gibt, habt ihr auch die Möglichkeit, eure Perücke zweimal zu bestellen, um die farblich passenden Tressen aus der einen Perücke heraus zu trennen um aufwenige Perückenstylings zu kreiren.

Steckt die Perücke, die ihr verdichten wollt, auf dem Styroporkopf fest, Nehmt hierfür am besten Perückennadeln, diese sind extra lang und halten besser als die üblichen kurzen Stecknadeln. Am besten rundherum feststecken, sodass sie straff gespannt ist. Teilt jetzt die Haare ab, dort, wo ihr die erste Tresse einnähen wollt. Steckt alle Haare mit Klammern hoch, sodass der Bereich zwischen zwei Tressen freiliegt. Benutzt kleine Klammern oder Lockenclips, um auch feine Härchen aus dem Weg zu stecken (Abb. 98 und 99).

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Jetzt ist die Bahn frei, um die neue Tresse einzunähen. Befestigt sie mit Stecknadeln auf den Gummis, an die auch die anderen Tressen angenäht sind (Abb. 100 und 101).

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Schneidet die Tresse am Ende auf die richtige Länge ab. Ihr könnt das Ende auch etwas länger lassen und einschlagen. Entfernt lose Haare von der Schnittstelle, damit eure Perücke später nicht haart (Abb. 102 und 103).

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Achtet unbedingt darauf, dass die Perücke auf dem Kopf straff gespannt ist und die Tressen, sowie Gummis nicht durchhängen, wenn ihr die neue Tresse feststeckt. Sonst näht ihr die Perücke enger und sie passt euch später nicht mehr! (Abb. 104: falsch; Abb. 105: richtig)

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Verknotet den Faden und näht die Tresse auf der Montur fest, also auf dem Netz und den Gummis. Zum Festnähen gibt es zwei Möglichkeiten: direkt am Perückenkopf - dann müsst ihr eine gebogene Nadel benutzen oder ihr nehmt die Perücke vom Kopf und näht die Tresse mit einer normalen Nähnadel fest. Probiert aus, was euch leichter von der Hand geht. Damit ihr euch nicht die Finger zerstecht, ist ein Fingehut nützlich (Abb. 106 und 107).

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Habt ihr eine Tresse fertig angenäht, entfernt die Haarklammern und teilt eine neue Stelle ab, wo ihr die nächste Tresse einnähen wollt. Setzt die Perücke dazu wieder auf den Perückenkopf, falls ihr sie zum Nähen abgenommen habt (Abb 108).

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Je nachdem, wie dicht eure Perücke werden soll, müsst ihr etwa 5 bis 10 Tressen einnähen. Die Perücke misst am Hinterkopf 30 bis 40 cm von Ohr zu Ohr, sodass ihr den ungefähren Bedarf ausrechnen könnt. Eine Tresse von uns ist 90 bis 100 cm breit, reicht also für ca. 3 Reihen. Unsere Tressen sind sehr dicht, dünnere Tressen müsst ihr ggf. doppelt nehmen.

Näht nicht alle Tressen auf einem Fleck ein, sondern verteilt sie gleichmäßig über den Hinterkopf. In das Kopfhautimitat solltet ihr keine Tressen einnähen, denn man würde den Ansatz sehen (Abb. 109).

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Nachdem ihr alle Tressen eingenäht habt, muss die Perücke erstmal entwirrt werden. Dann könnt ihr die Längen der alten und neuen Haare anpassen und die Perücke stylen. Wollt ihr die Perücke verlängern, gebt ihr einen Stufenschnitt, um die langen Tressen besser in die kürzeren Haare der Basisperücke einzublenden (Abb. 110 und 111).

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Natürlich könnt ihr auch kurze Abschnitte oder Tressen in anderen Farben einnähen (Abb. 113).

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Um einen Farbverlauf oder farbige Spitzen zu erzielen, näht ihr die Tresse nur in die unteren Lagen der Perücke ein (Abb. 114).

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