Shrinkles – Schrumpffolie

Schrumpffolie? Bitte was?

Eine englische Firma hat diese Folien entwickelt. Man kann diese bemalen, die Zeichnung ausschneiden und dann wird die Folie erhitzt. Dadurch schrumpft das Kunstwerk auf ein siebtel seiner ursprünglichen Größe zusammen und das Material wird dicker. Auch fixiert man dadurch die Farben und diese werden viel intensiver. Wir haben uns die Shrinkles® mal bestellt und getestet.

Es gibt weiße und schwarze Folie sowie glasklare und milchige. Man zeichnet das Motiv auf die raue Vorderseite (außer bei der glasklaren Folie, hier ist es egal). Wir haben uns als Vorlage zum durchpausen einen KappuKeeki ausgedruckt.

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Zum bemalen eignen sich sehr viele Farben. Wir haben hier die POSCA-„wir-malen-auf-allen-Untergründen“-Stifte und die Colorex Aquarelltusche verwendet. Aber es gehen auch Acrylfarben, diverse Filzmarker, Aquarellfarben uvm.

Wir haben je einen KappuKekki aus jeder Folienart ausgeschnitten und die „Sahnehaube“ immer unbemalt gelassen, um euch die jeweiligen Ergebnisse besser zeigen zu können. Tipp: Wenn man die Folie vor dem Schrumpfen mit einem Locher locht, hat man später eine ideal Öse für eine Kette!
Zum Erhitzen haben wir zwei Methoden getestet: Einmal legen wir die Shrinkles® auf ein Backblech und schieben sie bei 175-180°C in den Backofen und einmal nehmen wir einen Heißluftföhn.

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Damit der Heißluftföhn uns die leichte Folie nicht wegbläßt, hält man diese kurz mit einem Gegenstand fest (Vorsicht heiß!!! Nicht die Finger nehmen!!!).

Der Schrumpf-Prozess geht sehr schnell. Und das ist auch der Moment, wo einem kurz das Herz stehen bleibt: Die Folie windet sich beim schrumpfen und krümmt sich sehr unnatürlich. Man denkt sofort: „Mist, das wird krumm und schief!“ aber wie durch Zauberrei wird die Folie, sobald sie ihre endgültige Größe erreicht hat wieder von selbst gerade. Auch kann man den Shrinkle® kurz nach dem Schrumpfen und so lange das Material noch warm ist glatt drücken. zum Beispiel unter ein schweres Buch legen oder es eben auch biegen, wenn man das denn möchte. Ja, man kann die Folie nach dem Erkalten wieder Erhitzen, aber sie schrumpft nicht weiter. Wir haben den Schrumpf-Vorgang mal mit der Kamera festgehalten:

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Wir haben die Folien nicht angefasst! Wenn diese heiß werden, fangen sie an sich zu verbiegen und sich zu wellen, aber wenn sie fertig geschrumpft sind, liegen sie wieder flach auf. Beide Methoden (Heißluftföhn und Backofen) funktionieren sehr gut.

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Auf diesem Foto sieht man, wie dick das Material nach dem Schrumpfen wird. Oben ist die Folie vor dem Erhitzen und unten danach. Es wird auch richtig fest und stabil. Mit aller Kraft haben wir versucht einen kleinen KappuKekki zu zerbrechen, aber ohne Erfolg.

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Hier sieht man gut, wie die Formen geschrumpft sind. Die erste Folie ist die Weiße, dann die Glasklare und ganz rechts ist die Milchige. Bei der weißen Folie ist nur die Vorderseite bunt, bei der glasklaren und der milchigen Folie hingegen sind beide Seiten farbig, da die Farben natürlich durchscheinen! Heißt, man kann sich damit tolle Anhänger zaubern. Der Vorteil der weißen Folie: die Vorderseite ist wirklich gut geeignet zum malen, fast wie Papier und nicht wie Folie. Die Farben lassen sich sehr gut auftragen und das Weiß bleibt nach dem Erhitzen auch weiß. Die schwarze Folie wurde problemlos mit den POSCA Stiften bunt bemalt. Man könnte auch Glitzer in die noch feuchte Farbe mischen oder am Ende den Shrinkle® noch mit einem Klarlack überziehen.

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Fazit: tolles Material aus dem man sich selbst schnell und einfach Anhänger, Embleme oder Abzeichen machen kann in dem man diese einfach größer aufmalt und dann die Folie in den Backofen schiebt. Wir finden es so cool, dass wir die Shrinkles® ins Sortiment aufgenommen haben.

Tags: Craften

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