Perücke richtig aufsetzen

Damit die Perücke richtig sitzt und nicht verrutscht, dürft ihr nicht einfach die Haare darunter stopfen. Mit unseren Tipps hält die Perücke den ganzen Tag, egal ob ihr über die Bühne tanzt oder über die Convention spaziert!

Das braucht ihr:

  • Perückenhaube oder -netz
  • Haarspray und Haargel
  • Bürste / Kamm
  • Stielkamm
  • Haarklemmen (Bobby Pins) / für schwere Perücken Haarnadeln oder Haarpfeile

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Die Haare sollten möglichst nicht frisch gewaschen sein, sonst sind sie sehr glatt und lassen sich schlecht hoch stecken. Kämmt eure Haare und streicht reichlich Gel in den Ansatz - vorne und hinten (Abb. 1).

Scheitelt die Haare und teilt sie in mondestens zwei Stränge (Abb. 2).

Nehmt einen Strang und kämmt ihn straff nach oben, als ob ihr einen Zopf binden wollt (Abb. 3).

Dreht den Haarstrang wie einen Korkenzieher, bis er sich von selbst zu einer Schnecke zusammenlegt. Steckt den Haarkringel mit Haarklemmen oder Haarnadeln möglichst flach am Hinterkopf fest (Abb. 4 und 5).

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Wiederholt den Vorgang mit dem nächsten Haarstrang (Abb. 6).

Habt ihr besonders langes, dichtes Haar, reichen zwei Haarkringel nicht aus. Dann teilt ihr euer Haar in viele kleine Stränge, sodass lauter kleine Kringel über dem Hinterkopf verteilt sind (Abb. 7).

Habt ihr kurzes Haar, das man nicht zu Kringeln drehen kann, gelt es und steckt es (falls nötig) strähnchenweise mit Haarklemmen hoch (Abb. 8).

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Am Ende sollten alle eure Haare möglichst flach und gleichmäßig verteilt am Hinterkopf anliegen, also hinter den Ohren. In diesem Bereich ist die Perücke nämlich dehnbar, sodass die sich gut an den größeren Kopf anpassen kann. Auf keinen Fall solltet ihr nur einen großen Zopd bzw. Dutt machen. Dieser steht sonst als hässliche Beule am Hinterkopf an (Abb. 9 und 10).

Setzt die Perückenhaube auf. Zieht sie weit über den Ansatz nach unten (in die Stirn und in den Nacken) und zieht sie dann wieder nach oben, bis sie gerade den Ansatz bedeckt. So fangt ihr lose Haare gleich mit der Haube ein (Abb. 11 und 12).

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Sollten jetzt noch einzelne Haare oder Strähnen sichtbar sein, schiebt man sie mit dem Stiel eines Kamms unter die Haube. Fixiert die Haare an den Schläfen bei Bedarf noch einmal mit Haarspray (Abb 13 und 14).

Habt ihr vor, eine schwere Perücke zu tragen, könnt ihr die Perückenhaube mit Haarklemmen am Ansatz fixieren, am besten immer zwei Klemmen über Kreuz. So kann die Perücke die Haube später nicht nach hinten ziehen (Abb. 15).

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Sitzt die Haube und schaut kein Härchen mehr raus, könnt ihr die Perücke aufsetzen. Um die Frisur nicht zu ruinieren, solltet ihr vermeiden, die Perücke beim Aufsetzen umzukrempeln oder kopfüber zu halten. Setzt sie einfach von oben wie einen Hut auf den Kopf. Lange Haare könnt ihr vorher im Nacken zusammenbinden (Haarbinder eignen sich hierfür am besten) oder mit Klammern zurückhalten, damit ihr sie beim Aufsetzen nicht zwischen Kopf und Perücke einklemmt.

Setzt die Perücke am vorderen Haaransatz an und haltet sie mit einer Hand fest. Am besten hakt ihr dazu euren Daumen von innen ein, so habt ihr die Perücke sicher im Griff (Abb. 16).

Haltet die Perücke vorne fest und zieht sie über den Hinterkopf. Je nach Kopf- und Perückengröße müsst ihr kräftig ziehen, bis die Perücke weit genug gedehnt ist. Sie muss die Perückenhaube und euren natürlichen Haaransatz komplett bedecken (Abb. 17 und 18).

Versichert euch, dass die Perücke gerade sitzt. Vorne im Schläfenbereich (über den Ohren) hat die Perücke zwei drahtverstärkte Klappen, die ihr erfühlen könnt. Diese Klappen müssen genau symmetrisch vor den Ohren sitzen. Zieht die Perücke daran zurecht (Abb. 19 und 20).

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Ist die Perücke zu groß, könnt ihr sie mit den verstellbaren Haken im Nackenbereich an eure Größe anpassen. Die Haken, die an losen Gummibändern befestigt sind, werden in die Schlaufen im Nacken eingehängt. Lasst sie niemals lose hängen, sonst gucken sie beim Tragen aus der Perücke heraus (Abb. 21: richtig, Abb. 22: falsch).

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Auch wenn die Perücke gut sitzt, solltet ihr sie jetzt noch feststecken, damit sie nicht mehr verrutschen kann. Verwendet Haarklemmen (Bobby Pins) in einer zur Perücke passenden Farbe, um den Rand der Perücke am Haaransatz festzustecken. Steckt immer das Innenleben der Perücke (nicht die Haare selbst) an der Perückenhaube fest. So hat die Perücke den besten Halt und man sieht die Klemmen nicht (Abb. 23 und 24).

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Benutzt je eine Haarklemme hinter den Ohren, je nach Frisur und Sitz der Perücke auch noch weitere Klemmen vorn und hinten am Haaransatz. Überprüft vor dem Spiegel, ob die Perücke an allen Seiten den Haaransatz bedeckt und nirgendwo absteht.

TIPP: Ist die Perücke zu kurz, um eure eignen Haare an der Schläfe oder im Nacken zu bedecken, könnt ihr euren Ansatz in einer passenden Farbe schminken. Benutzt dazu Theatermakeup auf Wasserbasis (z.B. unser Kiomi Aqua Cream Make-up), Haarkreide oder ein auswaschbares Farbhaarspray.

Lange Perücken und Zopffrisuren müsst ihr besonders gründlich feststecken, damit sie euch nicht vom Kopf rutschen. Benutzt dazu die U-förmigen Haarnadeln oder ihre großen Brüder, die Haarpfeile. Anders als Haarklemmen halten Haarnadeln umso besser je mehr Haare sie umfassen! Ihr steckt sie nicht am Rand in die Perücke, sondern mitten am Hinterkopf. Sucht euch eine Stelle am Hinterkopf, wo ihr die Nadel einstechen könnt (nicht oben auf dem Top). Streicht die Haare zur Seite, damit ihr nur die Montur und die Tressen feststeckt, nicht die Perücke selbst. Stecht die Haarnadel oder den Haarpfeil in die Perücke, bis ihr die Spitzen auf der Kopfhaut spürt (Abb. 25).

Dann macht ihr eine Hebelbewegung und kippt die Nadel in die entgegengesetzte Richtung (Abb. 26).

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Schiebt die Nadel unter die Perücke, sodass sie flach am Kopf zu liegen kommt (Abb. 27).

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Die Nadel hat alle Lagen - Perücke, Haube, Haare - erfasst und hält sie jetzt sicher zusammen. Verteilt eine Handvoll Nadeln über den Hinterkopf, wo sie eure eigenen Haare gut zu fassen bekommen und ihr könnt euch auf einen sorgenfreien Tag ohne rutschende Perücke freuen!

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